Ride in the Whirlwind, 1966, Monte Hellman

Ride in the Whirlwind

Regie, Schnitt: Monte Hellman; Drehbuch: Jack Nicholson; Kamera: Gregory Sandor; Musik: Robert Drasnin; Darsteller*innen: Jack Nicholson, Cameron Mitchell, Millie Perkins, Harry Dean Stanton. US, 1966, 35mm, Farbe, 82 min. Englisch
 
Drei arbeitslose Cowboys geraten auf der Suche nach einer Schlafstatt an eine Gruppe Outlaws, schließen sich widerstrebend an und tappen mit in die Falle: Ein Lynchmob umzingelt die Gangster. Bald hängt eine Leiche am Baum. Zwei der Cowboys gelingt die Flucht. Das Töten eines Unschuldigen wäre ein Ausweg. Einer der zwei bemerkenswerten Anti-Action-Western, die Monte Hellman und Jack Nicholson um fast kein Geld und in je drei Wochen für Roger Corman in den ödesten Gegenden Utahs drehten: Ride in the Whirlwind ist wesentlich unspektakulärer angelegt und ausgeführt als die stringente Paranoia-Parabel des Partnerfilms The Shooting, aber sein beiläufig desolater Existenzialismus sickert umso nachhaltiger ein. Absurde Details vom Leben und Sterben im Westen, die klassische Rachegeschichte aufgelöst in Fetzen des Begreifens. Darüber eine karge, intensive Filmstudie zu Raum, Stille, Verstreichen der Zeit. (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber am 18. Mai