Pale Rider, 1985, Clint Eastwood

Pale Rider

Regie: Clint Eastwood; Drehbuch: Michael Butler, Dennis Shryack; Kamera: Bruce Surtees; Schnitt: Joel Cox; Musik: Lennie Niehaus; Darsteller*innen: Clint Eastwood, Michael Moriarty, Carrie Snodgress, Chris Penn. US, 1985, 35mm, Farbe, 105 min. Englisch
 
"There's a rebel lying deep in my soul." 1985, als der Western gemeinhin totgesagt ist, entschließt sich Clint Eastwood, das Genre, dem er seinen Durchbruch verdankt, neu zu beleben. Wie alle seine Filme ist Pale Rider zugleich ein in sich geschlossenes, hier von nahezu Bresson'scher Strenge getragenes Stück Americana und andererseits eine Fortschreibung des singulären Projekts, in dem er als DirActor seine Leinwandpersönlichkeit (und damit die Figur des Actionhelden überhaupt) einer ständigen rücksichtslosen Neudefinition unterzieht: klassisches Erzählkino als Hintergrund einer obsessiven Fortschreibung persönlicher Themen. Eastwood spielt einen mysteriösen Prediger – eine Art Wiedergänger seines geisterhaften Racheengels aus High Plains Drifter –, der eine Gruppe von Goldgräbern im Kampf gegen eine übermächtige Bergbaugesellschaft unterstützt: eine ökologisch aufgeladene Modernisierung des Western-Landschaftskinos von Anthony Mann. (C.H.)