Silence, 2012, Pat Collins

Silence

Regie: Pat Collins; Drehbuch: Pat Collins, Eoghan MacGiolla Bhríde, Sharon Wooley; Kamera: Richard Kendrick, Colm Hogan; Schnitt: Tadhg O'Sullivan; Darsteller*innen: Eoghan MacGiolla Bhríde, Hilary O'Shaughnessy, Andrew Bennett, Marie Coyne, Tommy Fahy. IE/DE, 2012, DCP, Farbe, 84 min. Englisch/Irisch mit engl. UT
 
Davor:
Wind Regie, Drehbuch: Joan Jonas; Kamera: Peter Campus; Schnitt: Peter Campus, Joan Jonas. US, 1968, 16mm, sw, 6 min
 
Wind und Widerstand treffen in einer frühen Videoperformance der Künstlerin Joan Jonas aufeinander. In Wind von 1968 wird das Individuum im stürmischen Küstenwind verwischt und transformiert als Kollektivkörper zu abstrakter Polyphonie. Pat Collins umkreist in seinem ersten Spielfilm Silence eine Leerstelle, die Generationen von irischen Auswanderern hinterlassen haben. In der Stille von Mullaghmore an der Westküste Irlands lauscht Eoghan dem Wind. Nach 15 Jahren Abwesenheit kehrt er zurück an den Ort seiner Kindheit, um die Soundscapes verlassener Orte aufzunehmen. Je tiefer er in die Stille eindringt, umso deutlicher wird eine seltsam bekannte Melodie, die der Wind wie aus einer anderen Zeit herüberweht. (C.G./V.Z.)
 
Einführung von Claudia Geringer und Vivian Zech