Silence, 2016, Martin Scorsese

Silence

Martin Scorsese. US/JP, 2016, DCP, Farbe, 161 min. Englisch/Japanisch mit engl. UT
 
Das Thema der Religion – genau genommen: die Beschäftigung mit den Grundlagen und der Stärke des Glaubens – zieht sich durch Martin Scorseses Werk, von seinem Spielfilmdebüt Who's That Knocking at My Door zu den direkten Auseinandersetzungen in The Last Temptation of Christ und Kundun. Aber vermutlich ist Silence, die Adaption eines klassischen Romans des katholischen Japaners Endō Shūsaku aus dem Jahr 1966, Scorseses transzendentales religiöses Meisterwerk geworden. Geschildert wird die Reise zweier ungleicher Jesuiten (Andrew Garfield, Adam Driver), die im 17. Jahrhundert ins Japan der Edo-Zeit aufbrechen, um ihren verschollenen Mentor (Liam Neeson) aufzuspüren, der angeblich vom Glauben abgefallen ist. Scorsese lädt seine epische Erzählung schamlos mit symbolischen Bildern und biblischen Verweisen auf und setzt einen spirituellen Ausklang, der vermuten lässt, dass sein eigenes schmerzliches Ringen mit der Religion überwunden ist. (J.M.)

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