Szabad lélegzet (Freier Atem), 1973, Márta Mészáros (Foto: National Film Institute – Film Archive Hungary)

Szabad lélegzet (Freier Atem)

Márta Mészáros. HU, 1973, DCP, sw, 81 min. Ungarisch mit engl. UT
 
Szabad lélegzet kann als Parallelfilm zu Mészáros' erstem Spielfilm, Eltávozott nap, betrachtet werden. Auch hier wächst die Heldin, Jutka, in einem Heim ohne Eltern auf und arbeitet in einer Textilfabrik. Als sie sich in den Studenten András verliebt, gibt sie sich zunächst als Kommilitonin aus, gesteht ihm jedoch bald ihre Situation. András aber möchte die falsche Identität seiner Freundin aufrechterhalten und sie seiner Familie vorstellen. Noch verwickelter wird die Situation, als Jutkas Vater, der das falsche Spiel mitspielen soll, während eines Treffens mit András' Eltern beginnt, eine neue Familiengeschichte zu erfinden. So träumt Jutka von einem besseren Leben, ist aber nicht in der Lage, sich aus dem Lügengeflecht zu befreien. Als Vorläufer des Films gilt ein in einer Textilfabrik gedrehter Dokumentarfilm, der ebenfalls vom später berühmten Kameramann Lajos Koltai fotografiert wurde und den Mészáros bat, für Szabad lélegzet dieselbe Ästhetik zu verwenden. (T.V.)