
Nome
Sana Na N'Hada, 2023 GW/FR/PT/AO; Drehbuch: Virgílio Almeida, Olivier Marboeuf; Kamera: João Ribeiro; Schnitt: Sarah Salem; Musik: Remna Schwarz; Darsteller*innen: Marcelino António Ingira, Binete Undonque, Marta Dabo. DCP, Farbe und sw, 112 min. Kriolu/Portugiesisch mit engl. UTIm blutigen Krieg zwischen der portugiesischen Kolonialarmee und den Maquis, den Guerillakämpfern der PAIGC (Afrikanische Partei für die Unabhängigkeit von Guinea und Kap Verde), verlässt Nome 1969 sein Dorf, um sich dem Widerstand anzuschließen. Nach Jahren kehrt er als Held zurück, doch die Freude weicht bald Bitterkeit und Zynismus. Filmkritiker Adrian Martin: "Nome beleuchtet die hoffnungsvolle, utopische Dimension afrikanischer revolutionärer Bewegungen und setzt sich – mit der Weisheit des Rückblicks – mit den Ursprüngen von Korruption und Verrat auseinander, ohne sich der Verzweiflung hinzugeben. Eine Besonderheit von Nome sind die Archivaufnahmen aus der Zeit des Krieges, damals aufgenommen von Regisseur Sana Na N'Hada und seinen Genossen. Diese Bilder leisten weit mehr, als nur dokumentarische Authentizität zu gewährleisten – gerade mit ihrer Zerbrechlichkeit verwandelt der Film die Materialität der zerkratzten, ramponierten Filmbilder in eine poetische Sprache."