Critique de la séparation (Kritik der Trennung), 1961, Guy Debord (Kadervergrößerung ÖFM)

Sur le passage de quelques personnes à travers une assez courte unité de temps (Über den Durchgang einiger Personen durch eine ziemlich kurze Zeiteinheit)

Ein Film von Guy Debord; Kamera: André Mrugalski; Musik: G. F. Händel, Michel-Richard Delalande; Stimmen: Jean Harnois, Guy Debord, Claude Brabant. FR, 1959, 35mm, sw, 20 min. Französisch mit dt. UT

Critique de la séparation (Kritik der Trennung)

Ein Film von Guy Debord; Kamera: André Mrugalski; Musik: François Couperin, Bodin de Boismortier; Stimmen: Guy Debord, Caroline Rittener. FR, 1961, 35mm, sw, 18 min. Französisch mit dt. UT
 
Am Beginn von Sur le passage ..., Guy Debords filmischer Elegie über die Geburt des Situationismus, steht "Paris 1952" und die Beschwörung der "Bedeutung einer bedeutungslosen Welt. Niemand zählte auf die Zukunft. Nie würde es eine größere Freiheit geben". Am Ende ein Werbefilm-Zitat, in dem sich Anna Karina dem Schaumbad hingibt – kurz vor ihrer Inthronisierung im Reich von Jean-Luc Godard. Aus Sicht der Situationisten spielten Godard und die Nouvelle Vague die systemstabilisierende Rolle, "die der Club Méditerranée in der Organisation der Freizeit einnimmt" (Werner Rappl). Debord selbst stand lieber an der Flipper-Maschine und führte ein "Tilt" herbei – damit der ganze Apparat, das Kinopublikum, die Kinoherrschenden und der Film, den wir gerade sehen, erschüttert und über sich selbst aufgeklärt werde. Critique de la séparation ist der erste Höhepunkt auf dem Pfad dieser Utopie. (A.H.)
 
Buchpräsentation und Gespräch mit Alexander Horwath und Werner Rappl

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