Rien ne va plus (Das Leben ist ein Spiel)

Regie, Drehbuch: Claude Chabrol; Kamera: Eduardo Serra; Schnitt: Monique Fardoulis; Musik: Matthieu Chabrol; Darsteller*innen: Isabelle Huppert, Michel Serrault, François Cluzet. FR/CH, 1997, 35mm, Farbe, 105 min. Französisch mit dt. UT
 
Chabrols fünfzigster Langfilm erzählt mit leichter, ruhiger Hand von "der Zirkulation des Geldes und dem Gefühl der Komplizenschaft". Das eingespielte französische Gaunerpärchen Betty und Victor (formidabel: Isabelle Huppert und Michel Serrault) könnte einem Lubitsch-Film entsprungen sein, nur dass Chabrol mit charakteristischer Ambivalenz die genaue Natur ihrer privaten Beziehung im Unklaren lässt – wie vieles in dieser gutgelaunten Gaunerkomödie über Menschen, die laut Regisseur von "legalem Diebstahl" leben: "Sie machen es wie die Steuerbehörde: Sie nehmen etwas weniger als die Hälfte." Bis Betty und Victor beim Schweiz-Aufenthalt einen Fünf-Millionen-Fränkli-Coup über ihrer Kragenweite planen, was köstliche Komplikationen zeitigt, als der Geldkurier in Konkurrenz mit Victor tritt. Wer betrügt wen? Eine spielerische Variation auf Chabrols Leitthema: Diskrepanz von Sein und Schein. (C.H.)

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