High Noon, 1952, Fred Zinnemann

High Noon

Regie: Fred Zinnemann; Drehbuch: Carl Foreman nach der Erzählung The Tin Star von John W. Cunningham; Kamera: Floyd Crosby; Schnitt: Elmo Williams; Musik: Dimitri Tiomkin; Darsteller*innen: Gary Cooper, Grace Kelly, Lloyd Bridges. US, 1952, 35mm, sw, 84 min. Englisch mit dt. UT
 
Marshal Will Kane (Gary Cooper) hat sein Amt niedergelegt, um eine Quäkerin (Grace Kelly) zu heiraten, als er die Nachricht bekommt, dass in 80 Minuten der Mittagszug kommen wird, mit einem Banditen an Bord, der sich rächen will. Sein Gewissen lässt ihm keine Wahl: Er wird sich dem Duell stellen – und macht sich auf die Suche nach Unterstützung. Ein oscarprämierter Western von liberalen Hollywood-Linken, dem häufig sein Prestige und Sendungsbewusstsein (wobei die "Botschaft" gar nicht so eindeutig ist) vorgeworfen wurde, obwohl er mit derselben Entschiedenheit wie sein Protagonist besteht: A man's gotta do what a man’s gotta do. Zeitlos famos auch Fred Zinnemanns dramatische Verdichtung durch Wechselspiel von Realismus (Pseudo-Echtzeit, Wochenschau-Ästhetik) und Countdown-Zuspitzung mit metronomischer Montage, untermalt vom unwiderstehlichen Schmelz des Tex-Ritter-Songs "Do not forsake me, oh my darling..." (C.H.)