Silent Running

Silent Running (1972)

Regie: Douglas Trumbull; Drehbuch: Deric Washburn, Michael Cimino, Steven Bochco; Kamera: Charles F. Wheeler; Musik: Peter Schickele; Darsteller: Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin, Jesse Vint, Mark Persons. Farbe, 89 min
 
Zum Auftakt:
Electronic Labyrinth: THX-1138 4EB (1967) von George Lucas. Farbe, 15 min
 
Special effects expert Trumbull lieferte wesentliche Beiträge zu 2001 und The Andromeda Strain, bevor er mit seinem Regiedebüt Silent Running einen völlig eigenständigen Beitrag zur Science-Fiction der 1970er vorlegte: eine Vorahnung des „Space Opera“-Revivals im Gefolge von Star Wars, intim im Ton, intelligent in der Charakterarbeit und mit ernstem Thema. Die Erde ist durch einen Atomkrieg verwüstet, in den Biosphäre-Kuppeln eines Raumschiffs werden Pflanzen und Bäume zur Wiederbegrünung gezüchtet. Doch mit der Heimkehr-Order kommt der Befehl zur Vernichtung des Gartens Eden. Einer der Astronauten (Bruce Dern) wird darauf vom sanften Öko-Hippie zum Verteidiger „seines“ Paradieses. Auch George Lucas lieferte mit seinem Langfilmdebüt THX-1138 ­einen Beitrag zur kritisch-dystopischen Sci-Fi der Ära; seine beste Fiktion bleibt jedoch die ursprüngliche Kurzfassung Electronic Labyrinth. Ein Mensch der Zukunft will dem System entkommen: klaustrophobische Jagd durch ein futuristisches Labyrinth. (C.H.)

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