Wollis Paradies, 2008, Gerd Kroske

Wollis Paradies

Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Susanne Schüle; Schnitt: Karin-Gerda Schöning. Deutschland, 2008, DCP, Farbe, 60 min. Deutsch
 
Davor: Kurt – Oder Du sollst lachen
Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Michael Schaufert; Schnitt: Ingeborg Marszallek. Deutschland, 1992, 16mm, Farbe und sw, 29 min*. Deutsch
 
Zwei Porträtfilme über Kunstproduktion als Arbeit am Verhältnis zur Welt. Kurt – Oder du sollst lachen folgt dem Straßenmusiker und Maler Kurt, der mit seinem Bruder in psychiatrischen Kliniken lebt. Neben den Schwarzweißbildern vom Alteisensammeln knallt das Gelb von Tiger, Frauenkörpern und Marienschleier umso mehr: eine Selbstbehauptung. In Wollis Paradies ordnet der ehemalige Bordellbesitzer Wolfgang Köhler alias Wolli seine eigenen Zeichnungen nonchalant in die Nähe des Gesangs von Tom Waits ein. Auch sonst erzählt der Kiez-Bohemien unbescheiden lebendig: vom vergnügten Leben im westdeutschen Flüchtlingslager, dem kurzzeitigen Heiligwerden in Goa, den Plänen für ein sozialistisches Puff. Die Zweizimmer-Wohnung am Stadtrand und die Alltagsberichte von Gattin Linda fassen seine Grandezza sanft ein. (J.S.)
 
* Courtesy Bundesarchiv

Screening dates: