Imagining October, 1984, Derek Jarman

Kurzfilmprogramm

The Dream Machine Derek Jarman, Michael Kostiff, John Maybury, Cerith Wyn Evans, GB 1986; Kamera: Tim Burke. 16mm, Farbe, 35 min
Imagining October Derek Jarman, GB 1984, 16mm, Farbe und sw, 27 min
The Queen is Dead: Three Songs by The Smiths Derek Jarman, GB 1986, 35mm, Farbe und sw, 13 min
Broken English: Three Songs by Marianne Faithfull Derek Jarman, GB 1979, DCP (von Super 8), Farbe und sw, 15 min
 
Jarmans Musikvideos dienten ihm als wichtige Einkommensquelle und ergaben mitunter Songzyklen, die sich zu einem großen Ganzen formen. Dazu zählen sein elegantes, politisch aufgeladenes Triptychon zu Liedern der legendären Marianne Faithfull oder die drei Filme für The Smiths, die bis heute als scharfkantiges Meisterwerk des Genres bestechen und ein großes Publikum erreichten. Sein Beitrag zum Anthologieprojekt The Dream Machine ist eine Neuauflage seines Kurzfilms Art and the Pose von 1976/77, mit drei Bildern pro Sekunde neu abgefilmt und von Musik begleitet. Imagining October dokumentiert eine Reise hinter den Eisernen Vorhang – vom Eisenstein-Museum in Moskau bis zu Feuertempeln in Aserbaidschan – und reflektiert Politik und Konflikte in einer frostigen Epoche des Kalten Krieges. Der hochkarätige Soundtrack stammt von Jarmans Freund und Weggefährten Genesis P-Orridge in Zusammenarbeit mit Dave Ball von Soft Cell. (N.Y.)