
The Shining
Stanley Kubrick, GB/US 1980; Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson nach dem Roman von Stephen King; Kamera: John Alcott; Schnitt: Ray Lovejoy; Musik: Wendy Carlos, Rachel Elkind; Darsteller*innen: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Joe Turkel. 35mm, Farbe, 144 min. EnglischJack Nicholson als archetypischer Kubrick-Held – Gefangener einer riesigen, gleichgültigen Maschinerie. Hier: ein modernes Geisterhaus, das nur Unbehaustheit verspricht. Dieses Overlook-Hotel soll der Mann einen Winter lang verwalten, doch er verliert sich rasch in den Labyrinthen des Orts und seines eigenen, zunehmend derangierten Geists: ein All-American Dad, der seine Familie mit der Axt attackiert. Stanley Kubricks Versuch über das Genre nach einer Vorlage von Stephen King ist eine völlig eigenständige Vision, was zur anfangs eher verhaltenen Aufnahme des Films beitrug. Bestand hat The Shining aber nicht nur als schaurig-eisiger (Selbst-)Auslöschungstrip, sondern auch als faszinierender Meta-Film zum unergründlichen Wesen des Kino-Schreckens: Wir zeigen die ursprüngliche US-Fassung (die Exportversion wurde vom Regisseur um mehr als zwanzig Minuten gekürzt), in der das Kubrick-Bezugssystem noch reicher ist. (C.H.)
Einführung von Christoph Huber am 18.6.2026
Courtesy George Eastman Museum