
Nico Icon
Susanne Ofteringer, DE/US 1995; Drehbuch: Susanne Ofteringer; Kamera: Judith Kaufmann, Katarzyna Remin, Sibylle Stürmer; Schnitt: Elfe Brandenburger, Guido Krajewski; mit: Nico, Tina Aumont, Christian Päffgen (als Ari Boulogne), John Cale. 35mm, Farbe, 71 min. Deutsch/Englisch/Französisch mit dt. UTIhre Karriere begann sie als Model für Chanel und als Schauspielerin bei Fellini, aber die junge Frau und Sixties-Ikone Nico wollte mehr sein als nur ein schönes Gesicht, also wandte sie sich der Musik zu. Als Sängerin von The Velvet Underground erreichte sie ebenfalls Kultstatus. Danach begann sie nicht nur ihre eigene Musik zu schreiben, sie setzte, vom Drogenkonsum gezeichnet, alles daran, ihr Image von überirdischer Schönheit sukzessive zu zerstören. Gerade als man sie in den 1990er Jahren als Wegbereiterin von Punk und Gothic wieder zu entdecken begann, starb sie auf Mallorca. Bis heute umgibt sie die Aura der rätselhaften Sphinx. Tatsächlich haben Melancholie und Nihilismus noch nie so dunkel geklungen und gestrahlt wie in den Songs von Christa Päffgen, die auszog, um sich in Nico zu verwandeln. (E.S.)