
Collateral
Michael Mann, US 2004; Drehbuch: Stuart Beattie; Kamera: Dion Beebe, Paul Cameron; Schnitt: Jim Miller, Paul Rubell; Musik: James Newton Howard; Darsteller*innen: Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo. 35mm, Farbe, 120 min. EnglischEin Mann (Tom Cruise) steigt nach seiner Ankunft in Los Angeles ins Taxi und engagiert den Fahrer (Jamie Foxx), um ihn im Verlauf einer Nacht zu mehreren Orten zu kutschieren. Schon beim ersten Halt stellt sich heraus, dass der Fahrgast ein Auftragskiller ist, der bis zum Morgen fünf Morde abwickeln will. Die Handlung von Collateral ähnelt dem verdichteten Höhepunkt eines alten B-Pictures: ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem sich die beiden ungleichen Männer weltanschauliche Wortduelle zwischen mitreißenden Suspense- und Action-Einlagen liefern. Fast noch spannender als der packende Thriller ist aber Michael Manns visuelle Gestaltung in damals neuer HD-Ästhetik. Noch nie war die nächtliche Großstadt so dunkel und dennoch präzise im Kino zu sehen: Die von Neonreflektionen erhellte Ursuppe wirkt wie ein Albtraum-Nebel, in dem alle Handlungen fast wie die Manifestation des Unbewussten einer schlafenden Stadt erscheinen. (C.H.)