
Filmprogramm: Abenteuer Alltag
Die besetzte Arena 1976, eine Fahrt im Doppeldeckerbus, Gartenarbeit in den Kriegsjahren, eine Bäckerei in Floridsdorf, die Vorstellung eines 13-Jährigen von der ersten Liebe, Menschen in Bäumen und auf Dächern anlässlich des Staatsvertrags 1955, eine junge Frau, die liest und ein Wurstbrot isst, Proto-Wakeboarden an der Donau 1957, der Südbahnhof, ein hingebungsvoller Kuss, ein Grafitti "Bin in Italien", die Wiener Internationale Gartenschau 1962, eine ekstatische Tanznacht, ein Fensterguckerfilm, Eisbaden im Februar 1929.Das Österreichische Filmmuseum versteht Amateurfilm nicht nur als Dokument, sondern als lebendige Praxis. Filme, die sich eindeutigen Kategorisierungen entziehen, haben das Potenzial, treffende Beobachtungen über realpolitische Zustände anzustellen, Zeitkolorit einzufangen und Zeitgeschichte spürbar werden zu lassen. Das Filmprogramm versammelt einen kuratierten Querschnitt aus dem Forschungsprojekt. (S.Z.)
Viele Filmemacher*innen sind anwesend und kommentieren ihre Arbeiten und deren Entstehungskontexte.