Robert Aldrich
23. Oktober bis 30. November 2026
Robert Aldrich (1918–1983) war der Regisseur von Welterfolgen wie Vera Cruz (1954), What Ever Happened to Baby Jane? (1962), The Dirty Dozen (1967) und The Longest Yard (1974). Mit Meisterwerken wie dem apokalyptischen Film noir Kiss Me Deadly (1955) oder dem desillusionierten Spätwestern Ulzana's Raid (1972) definierte er ganze Genres neu. Aldrich gelang es mit unvergleichlicher Konsequenz, seine kritische persönliche Weltsicht in großes populäres Kino einzuschreiben. Doch obwohl er schon zu Beginn seiner Karriere als einer der großen Autorenfilmer Hollywoods gefeiert wurde und seither Generationen von Filmschaffenden beeinflusst hat, sind seine Werke berühmter geblieben als er selbst.
Der Grund mag in einer rebellischen Haltung liegen, die seine Filme inhaltlich ebenso prägte wie den turbulenten Verlauf einer Karriere voller Höhen und Tiefen: Aldrich ließ sich nie vereinnahmen. Als Rockefeller-Cousin entstammte er einem prominenten konservativen Clan, mit dem er brach, um Filme zu machen. Aldrich arbeitete sich nach oben, indem er u.a. Jean Renoir und Charles Chaplin assistierte und sympathisierte schon damals mit den widerständigen Kollegen, die in der McCarthy-Ära als Kommunisten verfolgt wurden.
Nachdem Aldrich 1953 seine Regielaufbahn begann, machten ihn sein Hang zu kontroversen Themen und sein herausfordernder Habitus zwischendurch zur persona non grata in Hollywood. In den 1960ern gelang ein triumphales Comeback und er konnte sich endlich mit einem eigenen Studio unabhängig machen – nur um mit kompromisslosen Filmen sofort wieder alles zu verspielen. Doch bis zuletzt schmuggelte er subversive Botschaften in die Traumfabrik, während er als Präsident von Hollywoods Regie-Gewerkschaft bahnbrechende Verträge erwirkte. (Christoph Huber)
Die gemeinsame Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums und der Viennale zeigt das Werk eines der größten Regisseure der USA fast vollständig und in raren Filmkopien.
Robert Aldrich (1918–1983) war der Regisseur von Welterfolgen wie Vera Cruz (1954), What Ever Happened to Baby Jane? (1962), The Dirty Dozen (1967) und The Longest Yard (1974). Mit Meisterwerken wie dem apokalyptischen Film noir Kiss Me Deadly (1955) oder dem desillusionierten Spätwestern Ulzana's Raid (1972) definierte er ganze Genres neu. Aldrich gelang es mit unvergleichlicher Konsequenz, seine kritische persönliche Weltsicht in großes populäres Kino einzuschreiben. Doch obwohl er schon zu Beginn seiner Karriere als einer der großen Autorenfilmer Hollywoods gefeiert wurde und seither Generationen von Filmschaffenden beeinflusst hat, sind seine Werke berühmter geblieben als er selbst.
Der Grund mag in einer rebellischen Haltung liegen, die seine Filme inhaltlich ebenso prägte wie den turbulenten Verlauf einer Karriere voller Höhen und Tiefen: Aldrich ließ sich nie vereinnahmen. Als Rockefeller-Cousin entstammte er einem prominenten konservativen Clan, mit dem er brach, um Filme zu machen. Aldrich arbeitete sich nach oben, indem er u.a. Jean Renoir und Charles Chaplin assistierte und sympathisierte schon damals mit den widerständigen Kollegen, die in der McCarthy-Ära als Kommunisten verfolgt wurden.
Nachdem Aldrich 1953 seine Regielaufbahn begann, machten ihn sein Hang zu kontroversen Themen und sein herausfordernder Habitus zwischendurch zur persona non grata in Hollywood. In den 1960ern gelang ein triumphales Comeback und er konnte sich endlich mit einem eigenen Studio unabhängig machen – nur um mit kompromisslosen Filmen sofort wieder alles zu verspielen. Doch bis zuletzt schmuggelte er subversive Botschaften in die Traumfabrik, während er als Präsident von Hollywoods Regie-Gewerkschaft bahnbrechende Verträge erwirkte. (Christoph Huber)
Die gemeinsame Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums und der Viennale zeigt das Werk eines der größten Regisseure der USA fast vollständig und in raren Filmkopien.
Zusätzliche Materialien
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