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Mi, 26. August 2026

Brigitta Kaiser-Traar und Gerhard Kaiser

Das Österreichische Filmmuseum ist als gemeinnützige Kultureinrichtung auf ein Geflecht aus öffentlicher Förderung, Eigeneinnahmen und privater Unterstützung angewiesen. In einem Umfeld, das von Sparmaßnahmen und zunehmender Unsicherheit geprägt ist, gewinnt die dritte Säule – das bürgerschaftliche Engagement – mehr denn je an Bedeutung. Wir sind umso dankbarer für die Gemeinschaft von Menschen, denen unsere Arbeit am Herzen liegt und die uns mit ihrer persönlichen Unterstützung handlungsfähig halten.

Einen speziellen, oft unterschätzten Weg bieten testamentarische Verfügungen und Nachlässe. Sie ermöglichen es, die Verbundenheit zu einer Institution über das eigene Leben hinaus fortwirken zu lassen und somit kulturelle Arbeit nachhaltig zu sichern.

Im Jahr 2025 wurden wir von zwei ganz besonderen Menschen auf großzügige Weise bedacht: Unser langjähriges Fördermitglied Gerhard Kaiser, der im Dezember 2024 verstarb, machte das Filmmuseum und die Österreichische Nationalbibliothek – für uns alle unerwartet – zu seinen Erben. Er und seine 2022 verstorbene Frau Brigitta Kaiser-Traar liebten das Theater, das Reisen und das Kino. Beide waren leidenschaftliche Besucher unseres Hauses. Ihre bedeutende Verlassenschaft ermöglicht uns notwendige Investitionen, die wir sonst nicht hätten realisieren können: von lang überfälligen Sanierungsarbeiten im Foyer bis zur Ausstattung des Kinos mit einem neuen Digitalprojektor.
 
Für ihre Hinterlassenschaft sind wir dem Ehepaar Kaiser zutiefst dankbar.