In Person und Carte blanche:
Tsitsi Dangarembga und das International Images Film Festival for Women
18. bis 20. November 2026
Die 1959 in Mutoko, Simbabwe, geborene Dramatikerin, Schriftstellerin, Aktivistin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga ist eine der wichtigsten weiblichen Stimmen des afrikanischen Kontinents. Doris Lessing nannte ihren Debütroman Nervous Conditions (Aufbrechen) eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts, und ihr literarisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels).
Tsitsi Dangarembga ist nicht nur eine Grenzgängerin zwischen den Welten und Sprachen, die zwischen Großbritannien und der ehemaligen Kolonie Rhodesien aufwuchs; ihre künstlerische und politische Praxis oszilliert seit Jahrzehnten zwischen dem geschriebenen Wort und der Leinwand. Sie studierte in den 1990er Jahren Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), produzierte Filme in Deutschland sowie ab 1992 mit ihrer eigenen Produktionsfirma Nyerai Films in Simbabwe. Mit dem von ihr gegründeten International Images Film Festival for Women sowie dem von ihr initiierten Institute of Creative Arts for Progress in Africa unterstützt sie unermüdlich Frauen beim Aufbau ihrer Karrieren in der Kreativwirtschaft.
Vor zwei Jahren war Dangarembga vielbeachteter Ehrengast bei Literatur im Nebel im niederösterreichischen Heidenreichstein. In diesem Rahmen wurde erstmals in Österreich auch ihre Arbeit als Filmemacherin und Aktivistin sichtbar. Filme machen, Produktionen von Frauen zu fördern und auf die Leinwand zu bringen (in Afrika und Europa) ist aktive Arbeit im Dienste von Demokratie, Frieden, Frauenrechten und Meinungsfreiheit. Wir sind stolz, eine herausragende Künstlerin und ihr Werk wie auch ihre filmkulturelle Arbeit nun in Wien zu Gast zu haben. (Michael Loebenstein, Jurij Meden)
Im Jahr 1998 wurde ich von angehenden Filmemacherinnen in Simbabwe gebeten, ihrer neu gegründeten Organisation Women Filmmakers of Zimbabwe beizutreten, die sie ins Leben gerufen hatten, um sich gegenseitig beim Aufbau einer Karriere in der Branche zu unterstützen. Zu dieser Zeit gab es noch keine professionelle Ausbildung und die Branche war vollständig von Männern dominiert. Einige Jahre später gründete ich das International Images Film Festival for Women, das Filme mit afrikanischen Frauen in den Hauptrollen präsentiert, um den Zuschauerinnen zu zeigen, wie ihre Geschichten erzählt werden können, um eine Ausbildungsplattform für Frauen zu schaffen und um Geschlechterfragen in den Fokus des Kinopublikums zu rücken. Meine Auswahl für das Filmmuseum präsentiert mit Mon Père, le Diable (2021, Ellie Foumbi) und Nome (2023, Sana Na N'Hada) zwei Spielfilme, die das Persönliche und das Politische auf atemberaubende und tiefgründige Weise miteinander verbinden. Die Kurzfilme setzen sich mutig mit Themen auseinander, die in simbabwischen Produktionen selten behandelt werden. (Tsitsi Dangarembga)
In Anwesenheit von Tsitsi Dangarembga
Die 1959 in Mutoko, Simbabwe, geborene Dramatikerin, Schriftstellerin, Aktivistin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga ist eine der wichtigsten weiblichen Stimmen des afrikanischen Kontinents. Doris Lessing nannte ihren Debütroman Nervous Conditions (Aufbrechen) eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts, und ihr literarisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels).
Tsitsi Dangarembga ist nicht nur eine Grenzgängerin zwischen den Welten und Sprachen, die zwischen Großbritannien und der ehemaligen Kolonie Rhodesien aufwuchs; ihre künstlerische und politische Praxis oszilliert seit Jahrzehnten zwischen dem geschriebenen Wort und der Leinwand. Sie studierte in den 1990er Jahren Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), produzierte Filme in Deutschland sowie ab 1992 mit ihrer eigenen Produktionsfirma Nyerai Films in Simbabwe. Mit dem von ihr gegründeten International Images Film Festival for Women sowie dem von ihr initiierten Institute of Creative Arts for Progress in Africa unterstützt sie unermüdlich Frauen beim Aufbau ihrer Karrieren in der Kreativwirtschaft.
Vor zwei Jahren war Dangarembga vielbeachteter Ehrengast bei Literatur im Nebel im niederösterreichischen Heidenreichstein. In diesem Rahmen wurde erstmals in Österreich auch ihre Arbeit als Filmemacherin und Aktivistin sichtbar. Filme machen, Produktionen von Frauen zu fördern und auf die Leinwand zu bringen (in Afrika und Europa) ist aktive Arbeit im Dienste von Demokratie, Frieden, Frauenrechten und Meinungsfreiheit. Wir sind stolz, eine herausragende Künstlerin und ihr Werk wie auch ihre filmkulturelle Arbeit nun in Wien zu Gast zu haben. (Michael Loebenstein, Jurij Meden)
Im Jahr 1998 wurde ich von angehenden Filmemacherinnen in Simbabwe gebeten, ihrer neu gegründeten Organisation Women Filmmakers of Zimbabwe beizutreten, die sie ins Leben gerufen hatten, um sich gegenseitig beim Aufbau einer Karriere in der Branche zu unterstützen. Zu dieser Zeit gab es noch keine professionelle Ausbildung und die Branche war vollständig von Männern dominiert. Einige Jahre später gründete ich das International Images Film Festival for Women, das Filme mit afrikanischen Frauen in den Hauptrollen präsentiert, um den Zuschauerinnen zu zeigen, wie ihre Geschichten erzählt werden können, um eine Ausbildungsplattform für Frauen zu schaffen und um Geschlechterfragen in den Fokus des Kinopublikums zu rücken. Meine Auswahl für das Filmmuseum präsentiert mit Mon Père, le Diable (2021, Ellie Foumbi) und Nome (2023, Sana Na N'Hada) zwei Spielfilme, die das Persönliche und das Politische auf atemberaubende und tiefgründige Weise miteinander verbinden. Die Kurzfilme setzen sich mutig mit Themen auseinander, die in simbabwischen Produktionen selten behandelt werden. (Tsitsi Dangarembga)
In Anwesenheit von Tsitsi Dangarembga