Those Shocking Shaking Days, 2016, Selma  Doborac

Den Wortschatz des Widerstands entwickeln
Symposium und Filme

11. und 12. November 2020

Das Österreichische Filmmuseum ist an zwei Tagen der Ort einer außergewöhnlichen Kollaboration: Filmvorführungen mit Vorträgen werden mit performativen Laborsituationen kombiniert, um sich mit der Sprache von Film und Video zu beschäftigen. Es geht um die Opposition gegen Diskriminierung, epistemische Gewalt, unsichtbar gemachte Realität, verlorene Erinnerungen und die Schließung von Archiven. Im Labor versammeln sich tagsüber Filmemacher*innen, Kurator*innen, Student*innen und die jüngere Generation von Wiens Film- und Videokunstszene und lokale Aktivismus-Gemeinschaften. Dabei wird die Entwicklung neuer Filmsprachen diskutiert, die die vorherrschenden Geschichtserzählungen verändern können. Das Programm wird experimentelle, widerständige Filmpraxen präsentieren, die sich gegen Ungerechtigkeit, Xenophobie und systematischen rassistischen Ausschluss richten.
 
Für Labor- und Videopräsentationen angekündigt sind: Tjaša Kancler, Saša Kesić, Christoph Kolar, İklim Doğan, Mika Maruyama sowie die Mai Lin Group und Marissa Lobo. Bei den Filmvorführungen werden Werke von Selma Doborac, Nevline Nnaji und Morgan Quaintance in Anwesenheit der Künstler*innen präsentiert.
 
Bei den teilnehmenden Institutionen handelt es sich um das Österreichische Filmmuseum, das Projekt "Smashing Wor(l)ds: Cultural Practices for re/Imagining & un/Learning Vocabularies" (unterstützt von Creative Europe und geleitet von kulturen in bewegung, einer Initiative des VIDC) sowie dem Kunst-Rechereche-Projekt "Genealogy of Amnesia" (FWF Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste, Akademie der bildenden Künste Wien). (Marina Grzinic)
 
Das detaillierte Programm wird zeitnah online bekanntgegeben.

Programm: