Dokumentarfilm über das Volksstimmefest 1975 (Kadervergrößerung ÖFM)

Treibgut:

Filme aus der Sammlung der Kommunistischen Partei Österreichs

22. Mai 2022

Im Herbst 2018 gelangte die Filmsammlung der Kommunistischen Partei Österreichs als Schenkung in die Archivbestände des Österreichischen Filmmuseums. In dem umfangreichen Konvolut versammeln sich Dokumentar- und Spielfilme aus sozialistischen Ländern, die von den engen Beziehungen der KPÖ zur DDR und Sowjetunion zeugen, aber auch Wahlwerbefilme und dokumentarische Aufnahmen gesellschaftlicher Ereignisse in Österreich – darunter die Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1959 in Wien, die jährlichen Volksstimme-Feste oder auch die Demonstrationen der Friedensbewegung in den 1980er Jahren.
 
"Wir zeigen Ihnen jetzt keinen Werbefilm für Paprika, sondern einen scharf gewürzten Vergleich zum Nachdenken." Mit dieser Devise wird ein Wahlwerbefilm der KPÖ aus dem Jahr 1962 eingeleitet. Das Filmmuseum zeigt Ihnen keine parteipolitische Kampagne, sondern eine Auswahl von filmischen Dokumenten, die fragmentarisch die Profilbildung der Kommunist*innen in Österreich nachzeichnet und inmitten von Wien die große Idee von Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung noch einmal Bildwirklichkeit werden lässt. (Florian Haag)
 
Zu Gast sind die Historikerin und Filmwissenschafterin Hanja Dämon sowie der Historiker Manfred Mugrauer. Hanja Dämon hat 2021 bisher unentdeckt gebliebene Dokumente zur NS-Vergangenheit des österreichischen Filmemachers Franz Antel veröffentlicht, und Manfred Mugrauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und Autor der 2020 erschienenen Monografie Die Politik der KPÖ 1945–1955. Mugrauer hat seitens der KPÖ die Schenkung an das Österreichische Filmmuseum begleitet.
 
In der Programmschiene Treibgut präsentieren wir Beispiele "ephemerer" Filme: Archivfunde, Filmdokumente, unveröffentlichtes und fragmentarisches Filmmaterial, welches im Rahmen der Museumsarbeit wissenschaftlich und kuratorisch aufgearbeitet wird.

Diese Veranstaltung sollte ursprünglich am 3. Mai 2020 stattfinden, musste jedoch coronabedingt verschoben werden.
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 120 min
So, 22.05.2022 15:00
In Anwesenheit von Hanja Dämon und Manfred Mugrauer