Double Happiness, 2014, Ella Raidel
Am Rande der Welt, 1992, Goran Rebić
Wien Retour, 1983, Ruth Beckermann, Josef Aichholzer
Was uns bindet, 2017, Ivette Löcker
Auf dem Weg, 1986–90, Peter Schreiner
Oceanul Mare, 2009, Katharina Copony

Leben in Bildern
Kinoreal Spezial: 20 Jahre dok.at

19. bis 21. November 2020
 

Auf Grund der Entwicklungen rund um CoVid-19 konnte die Schau von 19. bis 21. November 2020 leider nicht wie geplant stattfinden. Wir arbeiten aber an Möglichkeiten, sie Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren zu können.

Mit einer Auswahl von sechs außergewöhnlichen österreichischen Dokumentarfilmen aus den Jahren 1983 bis 2017 feiern wir mit dok.at, der Interessengemeinschaft Österreichischer Dokumentarfilm, deren 20-jähriges Bestehen – und ein Filmschaffen, dessen Reichtum die Konventionen des orthodoxen Dokumentarfilms immer wieder sprengt.
 
Für die Auswahl wurden sechs Kritiker*innen, Kuratoren*innen und Journalist*innen eingeladen, einen Film zu nominieren, der für sie etwas Besonderes repräsentiert. Im Anschluss an die jeweiligen Vorführungen werden sie im Gespräch mit den Filmemacher*innen diese Besonderheit erforschen. Zudem wurden alle Regisseur*innen eingeladen, einen Kurzfilm als Partnerwerk zum Auftakt auszuwählen. Jede Vorführung wird so zum speziellen Double feature mit überraschenden Kombinationen: Die Palette reicht über das Dokumentarische hinaus bis zur Animation und einer klassischen Buster-Keaton-Stummfilmkomödie.
 
Die Zusammenstellung mag bewusst nicht repräsentativ im erwartbaren Sinne sein, dennoch lassen sich an ihr die Qualitäten des österreichischen Dokumentarfilmschaffens ablesen, das im Wesentlichen ein Autorenkino ist. Der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf der Vielfalt der jüngeren Generation, doch sie reicht zurück zu den Filmemacher*innen, die einen modernen Zugang zum Dokumentarischen in den 1980ern etablierten. Sie demonstriert den weltoffenen Blick eines Kinos, das seine Stoffe ebenso vor der Haustür wie in der Ferne (etwa China und Georgien) entdeckt. Und sie zeigt, wie man oft gerade im vermeintlich "Kleinen" und Privaten die großen Entwicklungen beschreiben kann, die unsere Welt prägen: das Leben in Bildern (und Tönen). (Christoph Huber)
 
Eine Filmschau in Kooperation mit dok.at und mit besonderer Unterstützung des Österreichischen Filminstituts