Blind Husbands, 1919, Erich von Stroheim
Merry-Go-Round (Rummelplatz des Lebens), 1923, Erich von Stroheim (fertiggestellt von Rupert Julian)
The Wedding March (Der Hochzeitsmarsch), 1926-28, Erich von Stroheim

Collection on Screen:

Erich von Stroheim – Teil 1

15. bis 17. April 2022

Geboren in Wien-Neubau als Erich Oswald Stroheim erfand sich "Von" (wie er in Hollywood oft genannt wurde) mit seiner Ankunft in Ellis Island, New York neu. Aus dem jüdischen Handwerkersohn wird ein adeliger Kavallerieoffizier: Hollywoods oberster Alte-Welt-Bösewicht, "the man you love to hate", und zugleich einer der größten Regisseure der Stummfilmzeit, dessen Inszenierungsstil Filmemacher wie Sergei Eisenstein, Jean Renoir oder Alfred Hitchcock beeinflusste. Stroheims Stil zeichnet sich durch Präzision und äußerste Verdichtung auf das Wesentliche aus: statt über wortreiche Zwischentitel entfaltet sich das Drama bei ihm über Blicke, Close-ups und eine nachgerade dialektische Montage. Notorisch waren Stroheims Fehden mit dem Hollywood-Studiosystem, dem oft der Endschnitt seiner Regiearbeiten zum Opfer fiel. Dennoch: ein Werk von enormer Größe, das wert ist, immer wieder und wieder gesehen zu werden. (Michael Loebenstein)
 
Die Filme Erich von Stroheims werden seit 1966 regelmäßig im Filmmuseum gezeigt, sein erhaltenes Stummfilm-Regiewerk ist auf 35mm in unserer Sammlung archiviert. Wir nehmen die unlängst durchgeführte Restaurierung von Stroheims Regiedebüt Blind Husbands zum Anlass einer zweiteiligen Retrospektive von Stroheims Arbeiten; Teil 1 präsentiert vier Filme.

Der amerikanische Filmhistoriker Richard Koszarski musste leider seinen geplanten Besuch in Wien absagen. Wir hoffen jedoch, ihn wird während der Präsentation von Teil 2 im Herbst 2022 bei uns begrüßen zu können. Seine Stroheim-Biografie Von. The Life and Films of Erich Von Stroheim (2001) stellt die maßgeblichste Studie zu Stroheim dar.
Zusätzliche Materialien

Blind Husbands

(1919, 100 min)

Merry-Go-Round

(1923, 78 min)

Queen Kelly

(1928/29, 100 min)

The Wedding March

(1926-28, 115 min)
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 100 min
Fr, 15.04.2022 17:30
Einführung / Am Klavier: Elaine Loebenstein
Filmdauer: 78 min
Sa, 16.04.2022 17:30
Einführung / Am Klavier: Elaine Loebenstein
Filmdauer: 115 min
So, 17.04.2022 18:00
Einführung / Am Klavier: Elaine Loebenstein
Filmdauer: 100 min
So, 17.04.2022 20:30
Einführung