La Cérémonie (Biester), 1995, Claude Chabrol
L'Ivresse du pouvoir (Geheime Staatsaffären), 2006, Claude Chabrol
Bellamy (Kommissar Bellamy), 2009, Claude Chabrol
Au cœur du mensonge (Die Farbe der Lüge), 1999, Claude Chabrol
La Fleur du mal (Die Blume des Bösen), 2003, Claude Chabrol

Collection on Screen:

Claude Chabrol: Spätlese

24. März bis 29. April 2022

Unter den großen Regisseuren der Nouvelle Vague sticht Claude Chabrol (1930–2010) schon insofern heraus, weil er den "ganz normalen" kommerziellen Filmbetrieb zu unterwandern vermochte: Durch seine vielen Kriminalfilme, die bevorzugt um die diskreten Abgründe der Bourgeoisie kreisen, wurde er zu einer Ikone des französischen Kinos. Dass er bei Bürgertum und Mittelschicht, deren Welten er mit unbestechlichem Blick zerlegte, besonders beliebt war, ist dabei eine Ironie wie aus einem Chabrol-Film.
 
Chabrols verspieltes Spätwerk, in dem er seine gleichermaßen kühl-kritische und ironisch-humorvolle Weltsicht mit unvergleichlicher Gelassenheit zelebrierte, präsentieren wir daher parallel zu den strengen Studien bürgerlicher Schuld von Michael Haneke und als "Verlängerung" unseres Nouvelle-Vague-Programms. Chabrols umfangreiches Gesamtwerk verdankte sich auch einer schieren Lust am Filmemachen, die auf der Leinwand spürbar wird: Die wiederholte Arbeit mit Freund*innen – ob Schauspieler*innen oder technische Crew – war für den Regisseur der größte Genuss, den zu teilen, die "Spätlese" seines Werks das Publikum einlädt.
 
Nach einem Comeback mit dem gefeierten Thriller La Cérémonie (1995) hatte Chabrol die erhöhte Aufmerksamkeit für eine Serie von Spielfilmen genutzt, in denen er mit bewährten Krimi-Methoden noch einmal zwanglos zeigte, dass es bei ihm eigentlich immer um mehr geht: tragikomische Studien des Menschen und seiner Unzulänglichkeiten, serviert mit dem gelassen hinterfotzigen Chabrol-Charme. Wie er selbst gern sagte: "Die Dummheit ist als Thema so interessant, weil sie so gigantisch ist." (Christoph Huber)
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 111 min
Do, 24.03.2022 18:00
Einführung Christoph Huber
Fr, 29.04.2022 18:00
Filmdauer: 100 min
Fr, 25.03.2022 20:30
Do, 28.04.2022 18:00
Filmdauer: 105 min
Sa, 26.03.2022 20:30
Mo, 04.04.2022 20:30
Programmänderung
Filmdauer: 110 min
Fr, 22.04.2022 20:30
Do, 28.04.2022 20:30
Filmdauer: 110 min
Sa, 23.04.2022 18:00
Fr, 29.04.2022 20:30