Mio padre amore mio
Puzzle Therapy, 1975/76, Annabella Miscuglio
Processo per stupro (Ein Prozess wegen Vergewaltigung), 1978, Loredana Rotondo, Roni Daopoulo, Paola De Martis, Annabella Miscuglio, Maria Grazia Belmonti, Anna Carini
Trio, 1981, Giustina Laurenzi, Dacia Maraini, Paola Raguzzi
Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo (The Notes of Anna Azzori / A Mirror that Travels through Time), 2020, Constanze Ruhm
Ragazze la vita trema (Mädchen, das Leben bebt), 2009, Paola Sangiovanni

La lotta non è ancora finita
Feministisches Kino aus Italien

6. bis 10. Mai 2022

Der italienische Feminismus der 1970er setzt sich von anderen zeitgenössischen Feminismen im Westen deutlich ab: durch seine Radikalität und Vielzahl von Wegen und Formen, von Praktiken und Theorien, die koexistierten, dialogisierten und häufig auch kollidierten. Organisationen wie die UDI, die Unione delle donne italiane, die der PCI (Partito Comunista Italiano) nahestand und die sich vor allem im Bereich der Frauenrechte und emanzipatorischer Positionen engagierte, waren neben Gruppierungen zu finden, deren Fokus auf Themen der Gesundheit, der Sexualität und der Legalisierung von Abtreibungen lag.
 
Wie hat nun das Kino all dies erzählt? Oder vielmehr: Wie haben Frauen das Medium Film benutzt, um die Existenz und das Entstehen dieses "soggetto imprevisto", des "unvorhergesehenen Subjekts", darzustellen, zu dokumentieren und zu behaupten? Die Retrospektive versucht, diese Leitfragen ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu beantworten und zeigt eine Auswahl von Werken, die im Zeichen des Feminismus entstanden sind: Manche waren ihm ein wenig voraus, andere waren seine unmittelbare Folge, wieder andere haben diese Zeit aus bereits historischer Perspektive rückschauend erzählt. Im Filmmuseum zu sehen: ein Kaleidoskop an Formen, Sprachen und Medien, militanten und experimentellen Filmen, Fernsehdokumentationen und Spielfilmen, die zum ersten Mal zusammengeführt und untertitelt einem internationalen Publikum präsentiert werden. (Annamaria Licciardello)
 
Die von Constanze Ruhm initiierte und gemeinsam mit Katharina Müller und Annamaria Licciardello konzipierte Schau wurde von Annamaria Licciardello kuratiert.
 
Leider können Dacia Maraini und Annamaria Licciardello nicht wie angekündigt nach Wien kommen. Das geplante Gespräch am Samstag, 7. Mai, wurde auf Video aufgezeichnet und nach dem Filmprogramm (in italienischer Sprache) gezeigt. Die deutsche Übersetzung des Gesprächs wird demnächst auch auf unserer Website zu finden sein.

In Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut

Diese Veranstaltung sollte ursprünglich von 29. April bis 2. Mai 2020 stattfinden, musste jedoch coronabedingt verschoben werden.
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 54 min
Fr, 06.05.2022 18:00
Videoeinführung Annamaria Licciardello / Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder
Filmdauer: 60 min
Fr, 06.05.2022 20:30
Einführung / Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder
Filmdauer: 85 min
So, 08.05.2022 20:30
Einführung
Filmdauer: 225 min
Mo, 09.05.2022 18:00
Einführung Constanze Ruhm