Muži bez křídel (Männer ohne Flügel), 1946, František Čap (Foto: Národní filmový archiv)

Muži bez křídel (Männer ohne Flügel)

Regie: František Čáp; Drehbuch: Bohumil Štěpánek; Kamera: Jan Stallich; Schnitt: Jan Kohout; Musik: Julius Kalaš; Darsteller: Gustav Nezval, Ladislav Herbert Struna, Jaroslav Zrotal. Tschechoslowakei (Tschechien), 1946, 35mm, sw, 76 min. Tschechisch mit engl. UT
 
Dass František Čáp auch während der deutschen Okkupation der Tschechoslowakei als Regisseur tätig sein konnte, gereichte ihm nach Kriegsende – wenig erstaunlich – weder in künstlerischer noch in politischer Hinsicht zum Vorteil. Doch mit Muži bez křídel gelang die Rehabilitation. Wie andere seiner Partisanenfilme, insbesondere Trenutki odločitve, liegt die Stärke dieses Films in seiner Intimität, seinem nahezu zärtlichen Blick auf das Innenleben seiner Protagonisten. Schauplatz ist der Flughafen Ruzyně, die Hauptakteure sind die Arbeiter Petr und dessen junger Neffe Jirka, der aus Lidice fliehen konnte – jenem Dorf, das von den Nazis nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich ausgelöscht wurde. Muži bez křídel war 1946 einer der insgesamt elf Hauptgewinner in Cannes. Mit der kommunistischen Machtübernahme 1948 war Čáp dennoch gezwungen, das Land zu verlassen und fand in Jugoslawien eine neue Heimat. (M.B.)
 
Courtesy of Národní filmový archiv

Einführung von Marie Barešová

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