Valter brani Sarajevo (Einer ist Sarajevo), 1972, Hajrudin Krvavac (Foto: Slovenska kinoteka)

Valter brani Sarajevo (Einer ist Sarajevo)

Regie: Hajrudin Krvavac; Drehbuch: Đorđe Lebović; Kamera: Miroljub Dikosavljević; Schnitt: Jelena Bjenjaš, Vojislav Vanja Bjenjaš; Musik: Bojan Adamič; Darsteller: Velimir (Bata) Živojinović, Ljubiša Samardžić, Rade Marković. Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina), 1972, 35mm, Farbe, 113 min. Serbokroatisch mit engl. UT
 
Keiner der Partisanenfilme, die sich tief ins kollektive Bewusstsein Ex-Jugoslawiens eingeschrieben haben, ragt derart heraus wie Valter brani Sarajevo. Offiziell dem 30. Jahrestag der Revolution und dem Heroismus der Bevölkerung von Sarajewo gewidmet, erlangte der Film anlässlich der Belagerung der Stadt während des Jugoslawienkriegs in den Neunzigerjahren neue Symbolkraft. Valter brani Sarajevo überrascht mit einer komplexen Handlung und weist eine Vielzahl an Charakteren auf, dazu falsche Identitäten, unglaublichen Verrat und unmögliche Fluchten. Wiederholt versuchen die deutschen Besatzer, den mysteriösen Valter, Anführer des lokalen Widerstands, zu fangen. Als die Deutschen sich schließlich aus der Stadt zurückziehen, tun sie dies in der berühmtesten Szene der jugoslawischen Filmgeschichte: Auf einem Hügel über Sarajewo zeigt ein deutscher Kommandant auf die multikulturelle Stadt und verkündet: "Sehen Sie diese Stadt? Das ist Walter!" (J.M.)
 
Courtesy of Filmski centar Sarajevo