Kozara, 1962, Veljko Bulajić (Kadervergrößerung ÖFM)

Kozara

Regie: Veljko Bulajić; Drehbuch: Ratko Đurović, Stevan Bulajić, Veljko Bulajić; Kamera: Aleksandar Sekulović; Schnitt: Katarina Stojanović; Musik: Vladimir Kraus-Rajterić; Darsteller: Olivera Marković, Milena Dravić, Velimir (Bata) Živojinović. Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina), 1962, 35mm, sw, 124 min. Serbokroatisch mit engl. UT
 
Obwohl der aus Montenegro stammende Veljko Bulajić gewissermaßen zum "Staatsregisseur" für das jugoslawische Kino avancierte, reicht sein vielfältiges Œuvre über sanktionierte Propaganda hinaus. Kozara ist eine komplexe Blaupause für das neu etablierte Genre des offiziellen, epischen Partisanenspektakels, das Bulajić später mit Bitka na Neretvi perfektionieren wird. Kozara schildert die berüchtigte Kozara-Offensive, bei der 3000 Partisanen, eingekesselt am Berg Kozara, gegen eine Übermacht von knapp 40.000 Soldaten Nazideutschlands und seiner Verbündeten (Ustascha, Tschetniks) kämpften. Die Partisanen mussten die Belagerung durchbrechen und sich um zehntausende Zivilisten kümmern, deren Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden waren. Bulajić beweist ein her­vor­ragendes Gespür für die Inszenierung der Masse, aus der er mehrere Einzelschicksale hervortreten lässt. Denkwürdig der Spartacus-Moment mit dem Schlachtruf von Milena Dravić: "Ich bin eine Kommunistin!" (J.M.)
 
Courtesy of Kansallinen audiovisuaalinen instituutti

Einführung von Miranda Jakiša am 1. November