Alfred, 1986, Andreas Voigt

Alfred

Regie, Drehbuch: Andreas Voigt; Kamera: Sebastian Richter; Schnitt: Karin Geiß; Musik: Hannes Zerbe. DDR, 1986, 35mm, Farbe und sw, 42 min. Deutsch

Leipzig im Herbst

Regie: Andreas Voigt, Gerd Kroske; Drehbuch: Andreas Voigt; Kamera: Sebastian Richter; Schnitt: DEFA-Kollektiv "document". DDR, 1989, 35mm, sw, 54 min. Deutsch
 
Kurz vor seinem Tod 1985 blickt Alfred Florstedt im Interview mit Andreas Voigt auf sein Leben zurück. Das daraus entstandene Porträt ist Voigts Abschlussarbeit an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg. Es erzählt vom Kommunisten Florstedt, der im Laufe seines Lebens in verschiedenen politischen Regimen auf Leipziger Boden seinen Platz erkämpft, denn: "Wer keine Politik macht, mit dem wird sie gemacht." Was passiert nun, wenn eine Gesellschaft beschließt, dass sie es eben nicht mehr macht? Wenn Polizisten nicht an die Gewalt glauben, die sie ausüben sollen, wenn Straßenarbeiter den Schildern, die sie abmontieren müssen, zustimmen? Wenn "Worte allein es nicht mehr tun" und es auch "nicht um Bananen geht" (O-Töne der Demonstranten)? Andreas Voigt hat mit seinem Team die DDR-Proteste 1989 in Leipzig, Berlin und Dresden dokumentiert, die schlussendlich in den abrupten Zusammenbruch des Staates münden sollten. (S.J.)
 
In Anwesenheit von Andreas Voigt

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