Große Weite Welt, 1997, Andreas Voigt

Große Weite Welt

Regie, Drehbuch: Andreas Voigt; Kamera: Sebastian Richter, Rainer M. Schulz; Musik: Angela Wendt. Deutschland, 1997, 35mm, Farbe und sw, 90 min. Deutsch
 
Einige Jahre sind vergangen seit der Wende, der Traum der "Freiheit des Wortes, Freiheit des Reisens", wie ihn ein Demonstrant 1989 formulierte, ist einigermaßen in Erfüllung gegangen – wenigstens für diejenigen, die es sich leisten können. Außerdem gibt es nun Gewerbeparks und Junkfood-Ketten in Leipzig. Die nach Westdeutschland Ausgewanderten sind in ihrer neuen Heimat angekommen, die in Leipzig Gebliebenen arrangieren sich mit ihrer neuen Situation. Entlassene Näherinnen treffen sich zum Kaffee, schwelgen in Erinnerungen und sind jetzt Rentnerin oder in Umschulung. Die Wende hat den Individuen einiges abverlangt, sie mussten sich anpassen, neu orientieren aber – so ein Arbeiter in Letztes Jahr Titanic – wer sich 40 Jahre an die Diktatur gewöhnen musste, gewöhnt sich vielleicht ohnehin lieber um. (S.J.)
 
In Anwesenheit von Andreas Voigt

Spieltermine: