Korotkie vstrechi (Kurze Begegnungen) 1967, Kira Muratova (Foto: Oleksandr Dovzhenko National Centre)

Korotkie vstrechi (Kurze Begegnungen)

Regie: Kira Muratova; Drehbuch: Leonid Zhukhovistkiy, Kira Muratova; Kamera: Hennadii Kariuk; Schnitt: Olga Charkova; Musik, Kamera: Oleg Karavaychuk; Darsteller: Nina Ruslanova, Vladimir Vysotskiy, Kira Muratova. Sowjetunion, 1967, 35mm, sw, 96 min. Russisch mit engl. UT
 
Kira Muratovas erste eigene Regiearbeit (nach zwei gemeinsamen Filmen mit ihrem Mann Aleksandr Muratov) markiert, wie sie selbst immer betonte, den eigentlichen Beginn ihrer künstlerischen Karriere. Inspiriert vom Kino der Nouvelle Vague erzählt Korotkie vstrechi die Geschichte einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung und wirkt in seiner spielerischen Form und poetischen Melancholie wie eine sowjetische Version von Truffauts Jules et Jim mit umgekehrten Geschlechterrollen. In einem großartigen, aber leider auch ihrem letzten Auftritt in einem Langspielfilm spielt Muratova selbst Valentina, die sich in einer Provinzstadt langweilende Ehefrau eines Geologen (Singer-Songwriter Vladimir Vysotskiy). Valentina ist unglücklich und hasst ihre Arbeit, bis die Ankunft einer jungen Haushälterin ihr Leben auf den Kopf stellt: Die Frauen freunden sich an, ohne zu ahnen, dass sie in denselben Mann verliebt sind. (J.M.)
 
In Anwesenheit von Ivan Kozlenko, Oleg Kohan und Volodymyr Sheiko am 5.12.
 
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 5.12.