The Twelve Chairs, 1970, Mel Brooks

The Twelve Chairs

Regie: Mel Brooks; Drehbuch: Mel Brooks nach einer Vorlage von Ilf und Petrow; Kamera: Đorđe Nikolić; Musik, Kamera: John Morris; Schnitt: Alan Heim; Darsteller: Ron Moody, Frank Langella, Dom DeLuise. USA, 1970, 35mm, Farbe, 93 min. Englisch

Auf dem Sterbebett seiner Schwiegermutter erfährt Ippolit von ihr, dass sie Schmuck und Edelsteine in einen Stuhl einnähen ließ, um das verbliebene Familienvermögen vor den Bolschewiki zu retten. Er ist aber nicht der Einzige, der davon weiß, auch der Priester des Ortes hat davon Wind bekommen, und so beginnt eine absurde Jagd nach dem über das ganze Land verteilten Mobiliar. Mel Brooks zieht in seiner zweiten Regiearbeit die gängigen Hollywoodklischees von Mütterchen Russland souverän durch den Kakao und reichert die Handlung einerseits mit jüdischem Wortwitz und andererseits mit surrealen Pointen an, die durchaus von Luis Buñuel stammen könnten. Als Satire auf die Oktoberrevolution ist die Vorlage Dvenadcat' stul'ev 1928 als Roman erschienen, erfreut sich seither großer Beliebtheit und wurde unzählige Male als Filmstoff verarbeitet. (E.S.)

Courtesy of Cinémathèque suisse