High Anxiety, 1977, Mel Brooks

High Anxiety

Regie: Mel Brooks; Drehbuch: Mel Brooks, Ron Clark, Rudy De Luca, Barry Levinson; Kamera: Paul Lohmann; Musik, Kamera: John Morris; Schnitt: John C. Howard; Darsteller: Mel Brooks, Madeline Kahn, Cloris Leachman. USA, 1977, DCP, Farbe, 94 min. Englisch

Ein unter Höhenangst leidender Psychiater wird zum Leiter des Psychoneurotischen Instituts für besonders nervöse Menschen ernannt. Als er dahinterkommt, dass der Chefarzt und die Oberschwester kriminelle Machenschaften betreiben, wird er selbst zum Gejagten. Brooks zitiert die berühmtesten Szenen aus Hitchcocks Filmen in loser Abfolge. Da werden aus Zeitungen Mordwerkzeuge, Vogelscharen verfolgen Richard Thorndyke (sic!) und das berühmte Ende aus Vertigo darf natürlich auch nicht fehlen. Die monströsen Mutterfiguren aus den Originalfilmen kulminieren in der Figur der Schwester Diesel. Unvergleichlich bringt Cloris Leachman mit ihrem Charakter Grausamkeit und Bösartigkeit auf einen Nenner und agiert dabei zum Schreien komisch. Permanent werden die Grenzen des guten Geschmacks überschritten, keine Peinlichkeit wird ausgelassen. Brooks wusste genau, dass er sich auf sein Stammensemble, allen voran die Frauen, absolut verlassen konnte. Nur so konnte dieser coup de maître als groteske Farce gelingen. (E.S.)