Dracula – Dead and loving it, 1995, Mel Brooks (Foto: Deutsche Kinemathek)

Dracula – Dead and Loving It

Regie: Mel Brooks; Drehbuch: Mel Brooks, Rudy De Luca, Steve Haberman nach einer Vorlage von Bram Stoker; Kamera: Michael D. O’Shea; Musik, Kamera: Hummie Mann; Schnitt: Adam Weiss; Darsteller: Leslie Nielsen, Peter MacNicol, Amy Yasbeck. USA, 1995, 35mm, Farbe, 90 min. Englisch

Drei Jahre nach Francis Ford Coppolas barockem Draculaspektakel nimmt Mel Brooks Stokers berühmte Blutsaugergeschichte routiniert unter die Lupe und variiert das Thema noch einmal. Bei ihm reist Renfield statt Harker nach Transsylvanien, um mit Dracula ins Geschäft zu kommen und gerät so in die Fänge des Herren der Finsternis. In seiner letzten Regiearbeit inszeniert Brooks den Roman als anspielungs- und zitatenreiche Genreparodie, in der Komik und Klamauk wichtiger sind als die berühmten Vorbilder. Da kann es schon passieren, dass Van Helsing die Bestie nicht nur besiegen muss, sondern auch noch die Macht über das letzte Wort haben will. Der Gelehrte als besserwisserischer "pain in the ass" und der Blutsauger als eitler Popanz. Ein würdiger Abschied! (E.S.)

Courtesy of Cinémathèque suisse