La carne (Fleisch), 1991, Marco Ferreri

La carne (Fleisch)

Regie: Marco Ferreri; Drehbuch: Liliane Betti, Massimo Bucchi, Paolo Costella, Marco Ferreri; Kamera: Ennio Guarnieri; Schnitt: Ruggero Mastroianni; Darsteller: Sergio Castellitto, Francesca Dellera, Philippe Léotard. Italien, 1991, 35mm, Farbe, 90 min. Italienisch mit engl. UT
 
Der Barpianist Paolo (Sergio Castellitto) hat sich von seiner gierigen Frau scheiden lassen und leidet darunter, seine beiden Kinder nur selten zu sehen. Als eines Abends die üppige Schönheit Francesca (Francesca Dellera) in sein Leben tritt, kehrt die Lebensfreude wieder: Paolo lässt kurzerhand Arbeit, Freunde und Familie im Stich, während er sich mit der Geliebten (und Massen von Lebensmitteln) in ein Haus am Strand zurückzieht, wo sie den Freuden des Fleisches huldigen, während sie über die Dinge des Lebens philosophieren. Doch nicht nur das Sexualleben verläuft anders, als Paolo sich das vorstellt. Ferreri hatte kurz zuvor Platos "Symposium" fürs Fernsehen adaptiert, in diesem Kultfilm greift er dessen Themen auf, um sie in eine moderne Farce (mit Castellitto als idealem Ferreri-Protagonisten) umzudeuten, wobei er selbst die größten Provokationen – darunter Blasphemie, Unterwerfungs-Sex und Kannibalismus – mit ansteckend guter Laune und leichter Hand in Szene setzt. (C.H.)
 
Courtesy Istituto Luce Cinecittà