Warmbadeanstalten, 1927 (Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv)

Die Ersatzrevolution. Filme des Roten Wien

Begrüßung und Einführung in das Programm: Michael Loebenstein

Teil 1: Die Wiener Republik
Einleitung: Michael Loebenstein

Ausrufung der Republik in Wien 1918, 35mm, sw, 3 min, stumm (Österreichisches Filmmuseum)
Zehn Jahre Republik 1928, 35mm, sw, 6 min, stumm (Österreichisches Filmmuseum)

Gespräch: Michael Loebenstein, Georg Spitaler, Ingo Zechner


Teil 2: Utopie und Realität
Einleitung: Joachim Schätz

Ein Stück Aufbauarbeit der Gemeinde Wien, 1. Teil 1924, 35mm oder DCP, sw, 22 min (Filmarchiv Austria)
Warmbadeanstalten I 1927, DCP, sw, 16 min (Wiener Stadt- und Landesarchiv)
Frauenleben Frauenlos 1931, DVD, sw, 45 min (Österreichischer Gewerkschaftsbund)

Am Klavier: Elaine Loebenstein
Gespräch und Publikumsdiskussion: Michael Loebenstein, Joachim Schätz, Katrin Pilz, Marie-Noëlle Yazdanpanah, Ingo Zechner


Teil 3: Politische Gewalt
Einleitung: Michael Loebenstein

Der Brand des Justizpalastes in Wien 1927, 35mm, sw, 11 min (Österreichisches Filmmuseum)
AKH Material Nr. 585 DCP, sw, 10 min (Agentur Karl Höffkes)
Bilder von der Niederringung des marxistischen Putschversuches in Wien 1934, Video (von 35mm), sw, 3 min (Filmarchiv Austria)

Gespräch: Michael Loebenstein, Georg Spitaler, Ingo Zechner

Im Frühjahr 2020 erscheint mit dem "Red Vienna Sourcebook" (De Gruyter/Camden House) eine umfassende Sammlung kommentierter Primärtexte zur Epoche des Roten Wien. Zwischen der Rampe des Parlaments im November 1918 und den Barrikaden des Bürgerkriegs im Februar 1934 entfaltete sich der Möglichkeitsraum einer konkreten Utopie. Sozialer Wohnbau sowie eine progressive Gesundheits- und Bildungspolitik bildeten die Grundlage für die Zweite Wiener Moderne und ihre radikale Vision vom Neuen Menschen als klassenbewusstem, aufgeklärtem Citoyen.

Eine eigentümliche Rolle spielte im Roten Wien der Film: als umstrittenes Mittel der Unterhaltung, der Wahlwerbung, der Volksaufklärung, als Dokument proletarischen Selbstverständnisses, ab den frühen 1930ern zunehmend als Medium privater Aufzeichnung und als Hobby. In der gemeinsamen Veranstaltung des Filmmuseums und des Ludwig Boltzmann Institute for Digital History werden signifikante Filmdokumente des Roten Wien sowie zeitgenössische Texte zum Film vorgestellt und mit Expert*innen und dem Publikum diskutiert. (M.L./I.Z.)
 
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