Kehrein, Kehraus, 1997, Gerd Kroske

Kehrein, Kehraus

Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Dieter Chill; Schnitt: Karin-Gerda Schöning; Musik: Todenhöfer & Mettel. Deutschland, 1997, 35mm, sw, 70 min*. Deutsch
 
Davor: Grenzpunkt Beton
Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Anne Misselwitz, Börres Weiffenbach; Schnitt: Karin-Gerda Schöning. Deutschland, 2015, DCP, Farbe, 20 min. Deutsch
 
Sechs Jahre nach Kehraus schaut sich Kroske an, was aus den drei Straßenkehrer-Protagonist*innen des Films geworden ist. Der alte Stützpunkt der Stadtreinigung existiert nicht mehr, die Presslufthämmer künden vom Umbau zum neuen Deutschland. Gabi, Henry und Stefan gehören zu dessen Prekariat: Maschinen haben die Reinigungstätigkeit übernommen, die in DDR-Zeiten als Arbeitstherapie wie Minimalversorgung für die drei Zwangsbeschäftigten diente. Jetzt drohen Verwahrlosung und Leerlauf zwischen Sozialamt, Wohnung und Kneipe: Der Alkoholismus und die Enttäuschungen sind geblieben. Aber Gabi, Henry und Stefan wehren sich mit Würde dagegen, von Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung aufgerieben zu werden: ein Dennoch! Zum Auftakt eine andere Spurensuche zum Wandel nach der Wende: Grenzpunkt Beton beschreibt ein Vierteljahrhundert nach ihrem Fall, was von der Berliner Mauer noch zu finden ist. (C.H.)
 
In Anwesenheit von Gerd Kroske und Karin-Gerda Schöning
 

* Courtesy Bundesarchiv