Galera, 1997, Gerd Kroske

Galera

Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Dieter Chill; Schnitt: Karin-Gerda Schöning. Deutschland, 1997, 35mm, Farbe, 101 min. Mehrere Sprachen mit dt. UT
 
Aufwachsen Mitte der 90er Jahre: keine befriedete Welt am Ende der Geschichte, sondern Frontstellungen zwischen disziplinarischen Institutionen und Jugendgruppen. Wassja lebt im Kinderhotel in St. Petersburg, Patrick wurde aus dem Jugendarrest in Berlin entlassen. Cesar berichtet in Rio de Janeiro von Polizeischüssen aus dem Helikopter auf Freunde, während Mohamed und Bertram sich in einem Pariser Vorort wie Galeerensträflinge vorkommen. Zusammengehalten werden die Stränge nicht von einer Generationenhypothese, sondern von leidenschaftlicher Beobachtung: freundliches Beharren im Gespräch, Ernstnehmen von Rap als Verdichtung von Zeitzuständen, filmische Neugier auf Räume. Diese setzen sich in Fahrten zusammen, um in Super-8-Streiflichtern aus Protagonisten-Hand wieder zu zerstäuben. (J.S.)
 
Courtesy Bundesarchiv