Calabuch, 1956, L. G. Berlanga

Calabuch

Regie: L. G. Berlanga; Drehbuch: L. G. Berlanga, Leonardo Martín, Florentino Soria, Ennio Flaiano; Kamera: Francisco Sempere; Musik: Francesco Lavagnino, Guido Guerrini; Schnitt: Pepita Orduña; Darsteller: Edmund Gwenn, Valentina Cortese, Franco Fabrizzi. Spanien/Italien, 1956, 35mm, sw, 96 min. Spanisch mit engl. UT

Eine Nachricht verblüfft die Welt: Der berühmte Atomphysiker und Raketenspezialist George Hamilton ist verschwunden. Tatsächlich ist er inkognito im kleinen spanischen Fischerdorf Calabuch untergetaucht, weil seine Forschung für militärische Zwecke missbraucht wird. Die Einheimischen halten den seltsamen Fremden für einen Spießgesellen des örtlichen Schmugglers und stecken ihn ins Gefängnis – das die Häftlinge freilich nach Belieben verlassen können. In der entspannten Welt von Calabuch mit ihren kauzigen Bewohner*innen findet der Professor eine neue, friedliche Heimat. Bis er sich entschließt, beim jährlichen Feuerwerk mitzumachen. Eine lyrische Vorstudie zu den abgründigen Gesellschaftsquerschnitt-Satiren, die Berlangas Spezialität wurden: Mit seiner volkstümlichen Gewitztheit und dem britischen Charakterdarsteller-Veteranen Edmund Gwenn als Hauptfigur in seiner letzten Rolle auch eine Art spanisches Pendant zu den unwiderstehlichen englischen Ealing-Komödien. (C. H.)

Courtesy ICAA