Destination Moon, 1950, Irving Pichel

Destination Moon

Regie: Irving Pichel; Drehbuch: James O'Hanlon, Rip Van Ronkel, Robert A. Heinlein nach der Kurzgeschichte von Heinlein; Kamera: Lionel Lindon; Schnitt: Duke Goldstone; Musik: Leith Stevens; Darsteller: John Archer, Warner Anderson, Tom Powers, Dick Wesson, Erin O'Brien-Moore. USA, 1950, 35mm, Farbe, 92 min. Englisch
 
Destination Moon ist die Imagination des ersten bemannten Mondflugs, umgesetzt als farbenprächtig-unterhaltsames, dabei relativ nüchtern gestaltetes Abenteuer. Erstmals wurde im Science-Fiction-Kino ganz das Bemühen um Authentizität des Geschilderten in den Vordergrund gestellt, wobei die Prinzipien der Raumfahrt im Film selbst noch durch einen Cartoon mit Woody Woodpecker nähergebracht wurden. Heute hingegen faszinieren die obsoleten Aspekte dieses Werks ebenso sehr wie seine visionäre Seite, weitergeführt in Kubricks 2001. Destination Moon ist das Pionierwerk der Space Opera, inklusive des politischen Anspruchs: Die von US-Privatiers finanzierte Mondreise dient letztlich der Vormacht des Westens. Gezeigt wird eine rare, schöne Technicolor-Kopie, die den Ausflug ins Weltall noch verführerischer schillern lässt. (C.H.)
 
Besonderer Dank an das BFI, das uns die im April wegen COVID nicht mehr zur Aufführung gekommene Technicolor-Kopie ausnahmsweise noch zeigen lässt, obwohl der dortige Verleihbetrieb bis aus Weiteres eingestellt wurde.
 
Einführung von Christian Köberl, Professor am Institut für Impaktforschung und Planetare Geologie der Universität Wien und Generaldirektor a.D. des Naturhistorischen Museum Wien

Spieltermine: