HyperNormalisation, 2016, Adam Curtis

HyperNormalisation

Ein Film von Adam Curtis. GB, 2016, DCP, Farbe, 166 min. Englisch
 
Das Magnum Opus des britischen Filmessayisten und Agitators Adam Curtis. Ihm geht es um das Offenlegen geheimer Machtstrukturen, indem er intelligente, manchmal sogar unerhörte Verbindungen zwischen audiovisuellen Beweisstücken herstellt. Für HyperNormalisation greift Curtis auf die Theorien des Anthropologen Alexei Yurchak zurück, der mit dem titelgebenden Begriff das Leben in der Sowjetunion beschrieb: als eine Gesellschaft, die um ihr Scheitern wusste, aber die Illusion aufrecht erhielt, dass alles funktionierte. Curtis überträgt diese Selbsttäuschung auf die westliche Hemisphäre und das kapitalistische System: Sein bestürzendes Porträt einer sedierten Gesellschaft lässt sowohl The Matrix als auch Debords La Société du spectacle unverhältnismäßig optimistisch aussehen. (Jurij Meden)

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 23.10.