Rani radovi (Early Works), 1969, Želimir Žilnik (Foto: Viennale)

Rani radovi (Early Works)

Regie: Želimir Žilnik; mit: Milja Vujanović, Bogdan Tirnanić, Čedomir Radović. YU, 1969, 87 min. OmeU
 
Unter den Filmen, die nach dem Mai 1968 das Scheitern der Neuen Linken resümierten, ist Rani radovi einer der irrwitzigsten und zugleich bittersten. Die hysterische Energie, mit der in dieser Allegorie rund um die Studentin "Jugoslava" (Milja Vujanović) ein Quartett Infernal die Peripherie zum Sturm aufs Zentrum mobilisieren möchte, verpufft wie die Explosionen ihrer Molotov-Cocktails. Das Kollektiv liefert sich selbst Omnipotenz-Fantasien und ottomühlartigen Orgien aus, experimentiert mit freier Liebe, freiem Scheißen und freier Marx-Lektüre. Aber die bäuerliche Klasse sieht ratlos zu, und als sie doch agiert, trifft die Gewalt nur die Revolutionäre selbst. (Robert Weixlbaumer)

In Anwesenheit von Želimir Žilnik

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