Was uns bindet, 2017, Ivette Löcker

Was uns bindet

Ein Film von Ivette Löcker; Kamera: Frank Amann; Schnitt: Michael Palm. AT, 2017, DCP, Farbe, 102 min. Deutsch
 
Davor:
One Week Buster Keaton, Edward F. Cline. US, 1920, DCP (von 35mm), sw, 22 min. Englische ZT
 
In der ersten Szene von Was uns bindet sieht man Regisseurin Ivette Löcker bei der Massage: Sie leidet unter Verspannungen im Vorfeld der Rückkehr zu den Eltern. Ein Erbe bringt Löcker und ihre Schwester zurück in die Lungauer Heimat und zu dem Haus, wo Vater und Mutter lange nach ihrer Trennung noch immer in einem zweckdienlichen Arrangement in getrennten Stockwerken zusammen wohnen. In einer Schlüsselszene bietet sich die Beziehungskonstellation zum Vergleich mit der Entdeckung von Schimmelwucher hinter der Wandvertäfelung: Nur für den sturen Papa ist selbst das eine Ansichtssache. Löckers Film entfaltet sich als Tragikomödie voller universeller Resonanzen im Persönlichen, spontan und schillernd. Als Vorfilm hat Löcker ein Keaton-Komik-Meisterstück über die Fallstricke des Hausbauens ausgesucht. (C.H.)
 
Anschließend Ivette Löcker im Gespräch mit Magdalena Miedl