O Brother, Where Art Thou?
2000, Joel & Ethan Coen

O Brother, Where Art Thou?

Regie, Drehbuch, Schnitt: Joel & Ethan Coen nach Homers Odyssee; Kamera: Roger Deakins; Musik: T Bone Burnett, Carter Burwell; Darsteller: George Clooney, John Turturro, Tim Blake Nelson, John Goodman. US, 2000, 35mm, Farbe, 107 min. Englisch
 
Ein ungleiches Trio von Kettensträflingen flieht gegen Ende der Depressionszeit. Auf der Suche nach der Beute, die einer von ihnen vergraben hat, ziehen sie durch ein mythisches Mississippi und machen merkwürdige Bekanntschaften, u.a. mit einem Blues-Gitarristen, der seine Seele dem Teufel verkauft hat, einem einäugigen Bibelverkäufer und einem Kandidaten in der anstehenden Gouverneurswahl, der Ku-Klux-Klan-Großmeister ist. Die Coen-Brüder schöpfen aus allerlei Quellen (der Filmtitel verdankt sich dem fiktiven Werk, das der Titelheld von Sullivan's Travels über die Depressionszeit drehen will), um ein schräges Americana-Mosaik zu zimmern. Was auch immer man von ihrer Absurditätengalerie halten mag, der Soundtrack – das Ex-Sträflingstrio formt zwischendurch sogar eine Band – ist nicht nur in dieser Hinsicht ein Erfolg: eine von T Bone Burnett exquisit arrangierte Auswahl von Traditionals. Jedenfalls ein Audio-Meisterwerk. (C.H.)