Der letzte Akt, 1955, G.W. Pabst

Der letzte Akt

Regie: G.W. Pabst; Drehbuch: Erich Maria Remarque, Fritz Habeck nach Ten Days to Die von Michael A. Musmanno; Kamera: Günther Anders, Hannes Staudinger; Schnitt: Herbert Taschner; Musik: Erwin Halletz; Darsteller: Albin Skoda, Oskar Werner, Lotte Tobisch, Willy Krause, Erich Stuckmann. AT/DE, 1955, 35mm, sw, 112 min. Deutsch
 
Davor:
Blitz Wolf Ein Film von Tex Avery. US, 1942, 35mm, Farbe, 10 min. Englisch
Hitler Listens Anonym, GB, 1939, 35mm, sw, 4 min. Englisch
Conference (Notes on Film 05) Norbert Pfaffenbichler; Musik: Bernhard Lang. AT, 2011, 35mm, sw, 8 min
 
G.W. Pabsts Chronik der letzten Tage im Führerbunker war als erster deutscher Nachkriegs-Spielfilm über Hitler umstritten, bleibt aber einer der besten Filme zum Thema (der spätere Superhit Der Untergang ist ein armseliger Abklatsch). Trotz einiger historischer Kompromisse – darunter Oskar Werner in der symbolischen Rolle des "guten Deutschen" – besticht Der Letzte Akt zudem als Meisterstück der klaustrophobischen Inszenierung und als pazifistischer Appell, mit dem Pabst an seine gefeierten Frühwerke anschließt. Sein exzellenter Hitler-Darsteller Albin Skoda erscheint natürlich auch in Conference, Norbert Pfaffenbichlers großartig-groteskem Querschnitt der Geschichte von Hitler-Porträts in Spielfilmen. Unheimlich komisch auch die Film-"Hitler" in zwei Perlen: Tex Averys antifaschistischer Animations-Amoklauf und eine bizarre britische Propaganda-Warnung. (C.H.)