Orca, 1977, Michael Anderson (Foto: Filmarchiv Austria)

Orca

Regie: Michael Anderson; Drehbuch: Luciano Vincenzoni, Sergio Donati; Kamera: Ted Moore; Schnitt: Ralph E. Winters, John Bloom, Marion Rothman; Musik: Ennio Morricone; Darsteller*innen: Richard Harris, Charlotte Rampling, Will Sampson, Bo Derek, Keenan Wynn, Robert Carradine. US/NL/IT, 1977, 35mm, Farbe, 92 min. Englisch mit dt./frz. UT
 
Trotz Warnungen über die Gefährlichkeit des Unternehmens jagt Kapitän Nolan (Richard Harris) nach Schwertwalen. Als er dabei versehentlich ein trächtiges Orca-Weibchen tötet, macht er sich das Wal-Männchen zum unerbittlichen Feind. Nach mörderischen Wal-Attacken auf Nolans heimatliches Fischerdorf sieht der sich gezwungen, dem Orca zur entscheidenden Konfrontation ins Eismeer zu folgen ... Eine Art Moby Dick im Rückwärtsgang, zweifellos konzipiert, um im Gefolge des Spielberg-Hits Jaws abzusahnen, aber in den Händen von Regieveteran Michael Anderson wird aus dem von sensationellen Exzessen gespickten Kampf zwischen dem getriebenen Wal und seinem zögerlichen Ahab eine nachgerade philosophische Meditation über Besessenheit und Natur und aus dem Tierhorrorfilm ein ozeanischer Western – eine Assoziation, die Ennio Morricones atmosphärische Musik noch unterstreicht. (C.H.)