Sugata Sanshirō (Judo-Saga), 1943, Kurosawa Akira

Sugata Sanshirō (Judo-Saga)

Regie, Drehbuch: Kurosawa Akira nach der Novelle von Tomita Tsuneo; Kamera: Mimura Akira; Schnitt: Kurosawa Akira, Gotō Toshio; Musik: Suzuki Seiichi; Darsteller*innen: Fujita Susumu, Ōkochi Denjirō, Shimura Takashi, Todoroki Yukiko, Kosugi Yoshio. JP, 1943, 35mm, sw, 78 min. Japanisch mit engl. UT
 
Dieser Debütfilm stellt sich vor wie ein Axthieb, der ohne zu zögern einen Baum bis zur Wurzel spaltet. Seht, das Wesen des Judo! Seht da, der bloßgelegte Kern Japans, die Essenz unvergleichlicher Weltinterpretation! Der Konflikt des alten Jiu-Jitsu mit der aufkommenden Judo-Schule am Ende der Meiji-Ära – Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach einer Nacht der Konfusion erblüht dem Protagonisten im Morgengrauen die Lotusblüte, um ihre nüchterne und mystische Weisheit zu offenbaren: kein Gedanke, keine Mühsal, reines Herz. Das Bild kehrt wieder im Augenblick höchster Bedrohung. Beim Kampf auf der windgepeitschten Hochebene verwandelt sich der Himmel in eine ruhige Wolke und die Wolke in die aufbrechende Lotusblüte. Nur Narren vermögen nach Ansehen dieses Films die martialischen Künste Japans noch mit dem Wort "Sport" zu übersetzen. Der Name des Axtführers: Kurosawa Akira. (H.T.)

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