Rashōmon, 1950, Kurosawa Akira

Rashōmon

Regie: Kurosawa Akira; Drehbuch: Kurosawa Akira, Hashimoto Shinobu nach zwei Erzählungen von Akutagawa Ryūnosuke; Kamera: Miyagawa Kazuo; Schnitt: Kurosawa Akira; Musik: Hayasaka Fumio; Darsteller*innen: Mifune Toshirō, Mori Masayuki, Kyō Machiko, Shimura Takashi, Chiaki Minoru. JP, 1950, 35mm, sw, 86 min. Japanisch mit dt. UT
 
Ein Mordfall im Bergwald. Die Beteiligten – der Bandit, der Samurai, der Geist der toten Frau, der Holzfäller – erzählen vor Gericht den Hergang des Geschehens. Vier sich widerlegende Erzählungen, vier differente Filme im Film. Die vier- oder endloszüngige Wahrheit bricht auf und wird zum Splitterwerk der Selbstsucht. Die labyrinthischen Perspektiven aber verwandeln sich bei Kurosawa in die ureigene Suggestionsmacht des Films: in die magische Variation von Bildern, Bewegungsabläufen, optischen Zeichen. Rashōmon ist gewebt aus einem Netz korrespondierender Blicke und erblickter Dinge, die sich stetig durch den Blick der Menschen auf sie verändern. Gleichwohl ist der Film kein Hohelied auf die Relativität. Der Holzfäller nimmt das Bündel des ausgesetzten Kindes in seine Arme und in die Obhut seines Lebens. Das Wunder der Tat triumphiert über die zerborstene Wahrheit der Erkenntnis. (H.T.)

Spieltermine:

So 13.02.2022 21:00download iCal
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