Ascenseur pour l'échafaud (Fahrstuhl zum Schafott), 1958, Louis Malle

Ascenseur pour l'échafaud (Fahrstuhl zum Schafott)

Regie: Louis Malle; Drehbuch: Louis Malle, Roger Nimier nach dem Roman von Noël Calef; Kamera: Henri Decaë; Schnitt: Léonide Azar; Musik: Miles Davis; Darsteller*innen: Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Lino Ventura. FR, 1958, 35mm, sw, 91 min. Französisch mit dt. UT
 
Davor:
Métro Regie: Roger Leenhardt; Drehbuch: Jean-Pierre Vivet; Kamera: André Thomas; Schnitt: Roland Laville; Musik: Guy Bernard. FR, 1950, 35mm, sw, 23 min. Französisch mit dt. UT
 
Das perfekte Verbrechen scheitert am Zufall: Maurice Ronet erschießt seinen Arbeitgeber, den Ehemann seiner Geliebten, und lässt es wie Selbstmord aussehen. Als er noch einmal, zur Beseitigung einer letzten verräterischen Spur, ins Büro zurückkehrt, bleibt der Fahrstuhl stecken. Während der Täter mit allen Mitteln versucht, sich aus der engen Kabine zu befreien, wandert Jeanne Moreau als seine Geliebte auf der Suche nach ihm ziellos durch Paris (und Kommissar Lino Ventura beginnt zu ermitteln). Das Debüt von Louis Malle, ein effektvoll und stilsicher inszenierter, in edlem Schwarzweiß fotografierter Krimi, mit einem ikonischen Auftritt von Jeanne Moreau (die, damals unerhört, ungeschminkt blieb) und einem der klassischen Filmsoundtracks schlechthin: ein cooler, von Miles Davis mit einem US-französischen Quartett im Lauf einer langen Nacht improvisierter Jazz-Score. Als Vorspiel ein anderes Stadtbild zum Bau der Pariser U-Bahn: Métro von Roger Leenhardt, einem wichtigen Vorläufer der Nouvelle Vague. (C.H.)