Bildnis einer Trinkerin, 1979, Ulrike Ottinger © Ulrike Ottinger

Bildnis einer Trinkerin

Regie, Drehbuch, Kamera: Ulrike Ottinger; Schnitt: Ila von Hasperg; Musik: Peer Raben; Darsteller*innen: Tabea Blumenschein, Lutze, Nina Hagen. BRD, 1979, DCP (von 35mm), Farbe, 107 min. Deutsch mit engl. UT
 
Eine "Frau von hoher Schönheit, von antiker Würde und raphaelischem Ebenbild" (Tabea Blumenschein) hat ein klares Ziel: Die Namenlose ohne Nationalität löst irgendwo ein Flugticket – "aller jamais retour" nach Berlin –, um dort für immer und immerfort zu trinken. Unterbrochen wird sie dabei nur von einem Begleitchor, bestehend aus drei Schicksalsgöttinnen – die "Soziale Frage", die "Exakte Statistik" und der "Gesunde Menschenverstand". Während die drei permanent und leidenschaftslos sämtliche wissenschaftliche "Erkenntnisse" zur Trunksucht zum Besten geben, trifft die Schöne in diesem grellen, hypermodischen und subkulturellen Setting auf eine stadtbekannte Trinkerin aus ganz anderer sozialer Schicht – die Trinkerin vom Zoo. Die beiden Trinkerinnen versuchen einander kennenzulernen und werden zueinander nicht kommen. Bittere Realität, manieristisch bespielt in der attraktiven Tristesse von Berlin. (K.M.)
 
In Anwesenheit von Ulrike Ottinger am 26. Mai
 
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 26. Mai

 
Courtesy Arsenal